Viele Bankmitarbeiter klagen über Arbeitsverdichtung und zunehmenden Druck im Job. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Friedrich-Schiller-Universität Jena im Auftrag der deutschen Dienstleistungsgewerkschaft Verdi. An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 21.696 Banker – von der Servicekraft über die Kundenberaterin bis hin zum leitenden Angestellten.

Die Studie bestätigt viele Ergebnisse einer ähnlichen Erhebung, die Verdi 2018 angestoßen hatte. Demnach sind viele Beschäftigte der Branche unzufrieden mit der Höhe der Entlohnung, insbesondere vor dem Hintergrund der zunehmenden Arbeitsbelastung. Insofern liefert die Umfrage der Gewerkschaft gute Argumente für die laufenden Tarifverhandlungen, bei denen die Arbeitnehmervertreter ein sattes Gehaltsplus fordern. Die erste Runde der Gespräche verlief ergebnislos, im August und September wird weiter verhandelt.


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Anders als vor drei Jahren hatten die Befragten auch Gelegenheit, sich in einem Freitextfeld zu ihren größten Sorgen am Arbeitsplatz zu äußern: Fast jeder Fünfte verwies darin auf "Druck", darunter Zeit-, Termin-, Vertriebs-, Ertrags-, Verkaufs-, Zahlen-, Ergebnis- und Erfolgsdruck.

Es gibt aber auch Positives zu berichten: Die Zufriedenheit in punkto Homeoffice ist im Vergleich zur Vorgängerstudie deutlich gestiegen – angefacht natürlich durch die Corona-Pandemie, die die Arbeitgeber schlagartig zu mehr Flexibilität zwang. An der Umsetzung der mobilen Arbeit hapert es der Umfrage zufolge allerdings häufig noch, beispielsweise mit Blick auf die technische Ausstattung. (bm)