So ändert Morningstar sein Fondsrating
Die Fondsratinggesellschaft überholt ihre Bewertungskriterien. Die Anpassungen betreffen die Verleihung der Gold-, Silber- und Bronzemedaillen. Auch Kosten und die Leistung der Konkurrenz fließen etwas anders in die Benotung ein.
Die Fondsratingagentur Morningstar nimmt einige Änderungen beim Medalist Rating für Fonds vor. Die Anpassungen sollen ab April gelten, teilte die Gesellschaft mit. Grundsätzlich geht es bei den Änderungen darum, einfacher darzustellen, welche Daten in welcher Weise zum Rating eines Fonds beigetragen haben. So soll für Investoren und Berater einfacher nachvollziehbar sein, wie eine Bewertung zustande gekommen ist.
Eine weitere wichtige Änderung ist, dass es keine feste prozentuale Verteilung für die Medaillen Gold, Silber und Bronze mehr gibt. Bislang erhielten von den positiv bewerteten Fonds die besten 15 Prozent Gold, die folgenden 35 Prozent Silber und die weiteren 50 Prozent Bronze. Künftig richtet sich die Medaillenverteilung nach bestimmten Schwellenwerten, die ein Portfolio auf einer Messlatte erreichen muss.
Erzwungene Verteilung aufgegeben
In der Folge gehen die Analysten von Morningstar davon aus, dass etwas mehr Gold- und Silbermedaillen vergeben werden. Die Zahl der Bronzeträger bleibt gleich, dafür wird es etwas weniger neutrale und negative Bewertungen geben, haben die Ratingwächter kalkuliert. Die Experten erhoffen sich von der Abschaffung der erzwungenen Verteilung, dass die Ratings stabiler werden. Es soll also nicht mehr so häufig zu Hoch- und Herabstufungen kommen, die nicht durch das Abschneiden des jeweiligen Fonds, sondern durch Verschiebungen im Konkurrenzfeld begründet sind.
"Das bedeutet jedoch nicht, dass es einfacher wird, eine Gold-, Silber- oder Bronzebewertung zu erhalten", betont Laura Pavlenko Lutton, globale Leiterin Managerresearch bei Morningstar. Zudem fließen bei der neuen Methodik die Kosten eines Fonds noch deutlicher in das Rating ein. Günstige Portfolios erhalten also leichter eine bessere Bewertung. Weiterhin werden Fonds nicht mehr anhand einer Kategorie-Benchmark gemessen, sondern anhand des Durchschnitts der jeweiligen Kategorie. (ert)














