Ausgerechnet für Schweizer ist Geld der größte Stressfaktor, zeigt eine Studie im Auftrag des Investmentriesen Blackrock. Themen rund um die Geldanlage, Altersvorsorge oder finanzielle Absicherung bereitet den 1.067 Schweizern unter insgesamt 27.000 befragten Privatanlegern größere Sorgen als den Einwohnern anderer europäischer Länder und stresst sie mehr als die Sorge um ihre Gesundheit, berichtet die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) aus der Studie. Insbesondere die Generation Y muss sich offenbar erst noch an den Umgang mit Geld gewöhnen.

Viele der Befragten haben Sorge, die Kontrolle über ihre Finanzen zu verlieren, sobald es mit der Wirtschaft bergab geht. Dabei schätzen sie die Lage derzeit als sehr stabil ein, heißt es im Bericht der NZZ. Zwei Drittel der befragten Schweizer sagen zudem, es geht ihnen finanziell gut – das ist der höchste Wert unter allen Teilnehmern in Europa. Trotzdem argumentieren drei Viertel der Befragten, sie hätten nicht genug Geld übrig, um es anlegen zu können. Die Hälfte ist alleine schon vom Gedanken genervt, sich mit der Geldanlage auseinanderzusetzen.

Millennials sind Sorgenfaktor
Die Blackrock-Umfrage zeigt, dass insbesondere bei der Generation Y die Verunsicherung groß ist. 60 Prozent der sogenannten Millennials gaben an, dass ihnen bewusst ist, Geld investieren zu müssen – allerdings wüssten sie nicht genau, wie. Zudem zeigt die Umfrage, dass Anleger aus der Schweiz besonders gern in Bekanntes investieren. Zwar ist ein Investment in breitgefächerte Portfolios risikoärmer. Trotzdem kaufen die Schweizer übermäßig oft einzelne Aktien heimischer Unternehmen wie beispielsweise Nestlé. (fp)