Der Volksmund meint zu wissen: Nur Bares ist Wahres. Das stimmt heute so nicht mehr, ist man bei Scalable Capital überzeugt. "Mit einem hohen nicht investierten Guthaben auf dem Broker-Konto tun Sie sich auf Dauer keinen Gefallen", warnt der digitale Vermögensverwalter. Langfristig lohne es sich deutlich mehr, überschüssige Liquidität in Wertpapiere zu investieren und die Bargeldquote niedrig zu halten. Nicht einmal, wenn man auf den richtigen Zeitpunkt zum Kauf eines Wertpapiers wartet, sollte man sein Kapital in Cash parken – sondern es stattdessen zunächst in andere Wertpapiere stecken.

Die Cash-Quote bezeichnet das Guthaben auf dem Broker-Konto im Verhältnis zum Portfoliowert in Prozent. Wie hoch sie sein sollte, lässt sich laut Scalable Capital nicht pauschal sagen. Als Richtwert gilt aber ein Bargeld-Anteil von fünf bis höchstesn zehn Prozent des Depotvolumens. "Ihre individuelle Cash-Quote kann davon abweichen und sich nach Marktphasen und Ihren Anlagevorhaben richten", heißt es von dem Unternehmen.

Handlungsfähig bleiben, ohne Rendite zu verschenken
Eine passende Bargeldreserve ist ein Balanceakt: Wer zu wenig Liquidität vorhält, ist nicht handlungsfähig, wenn sich kurzfristig Investmentchancen auftun. Eine zu hohe Cash-Quote kostet dagegen Rendite. Nicht nur, dass Geld auf einem Verrechnungskonto keine Erträge abwirft: Es verliert wegen der Inflation zugleich an Wert. "Auf Dauer führen überhöhte Cash-Positionen zu erheblichen Wertverlusten", warnen Scalable-Experten.

Als zeitgemäßer Geldparkplatz eignen sich laut dem Vermögensverwalter zum Beispiel inflationsgeschützte Staats- oder Unternehmensanleihen, in die man etwa via ETF investieren kann. Auch global anlegende Aktien-Indexfonds bieten eine breite Risikostreuung und kommen laut Scalable Capital als Zwischendurch-Investment in Frage. (fp)