Der Kreditmakler Infina Credit Broker konnte das abgewickelte Kreditvolumen im Vergleich zum Jahr 2018 nahezu verdoppeln. So betrug das über die Infina-Kreditplattform Profin abgewickelte und verprovisionierte Kreditvolumen im Jahr 2019 insgesamt 972 Millionen Euro, damit stieg dieses im Vergleich zu 2018 um 92 Prozent. Die Anzahl der Kunden, die im Jahr 2019 eine Wohnbaufinanzierung über die Plattform abgewickelt haben, stieg von 2.000 auf knapp 4.000. Die 20 besten Berater kommen im Jahr 2019 durchschnittlich auf ein erfolgreich abgewickeltes Kreditvolumen von 21,4 Millionen Euro. 

90 Standorte in ganz Österreich
Als Grund für die deutliche Steigerung nennt das Unternehmen ein im vergangenen Jahr gestartetes Wachstumsprogramm und massive Investitionen in Marketing und IT. Zudem wurde die Anzahl an Infina-Standorten von 60 auf 90 ausgebaut. "Wir überlassen nichts dem Zufall und verfolgen unseren Weg der Spezialisierung konsequent weiter. Der Ausbau im Management, massive strukturelle Maßnahmen und unsere starke Fokussierung auf den Ausbau unserer digitalen Services ist eine Kombination, die unweigerlich zum Erfolg führt”, erklärt Infina-Geschäftsführer Christoph Kirchmair.

Dabei beobachtet der Infina-Chef auch, dass sich Kreditinstitute aktuell in anspruchsvollen Veränderungsprozessen befinden und vermehrt Überlegungen in Bezug auf Plattformökonomie anstellen. "Diesen Prozess möchte Infina bestmöglich unterstützen und sieht sich als Partner und nicht als Konkurrent. Ein Bankenpartner auf der Plattform kann sich entscheiden, ob er Infina komplementär im Rahmen einer Wachstumsstrategie oder zur Kompensation einer schrumpfenden Filialstruktur einsetzt. Auch Cross- und Upsellingstrategien werden durch Infina unterstützt. Dabei garantiert Infina ein flächendeckendes Produktangebot für die eigenen Bankkunden und verbessert die Cost-Income-Ratio der angebundenen Partnerbanken und Bausparkassen“, so Kirchmair.

Großteil des Geschäfts geht an österreichische Banken
2019 vermittelte Infina an insgesamt 93 Institute Finanzierungen. Neu hinzugekommen ist die ING, die erstmals auch in Österreich Immobilienfinanzierungen anbietet. Daneben kooperiert Infina auch mit weiteren deutschen Banken, wie etwa der VR Bank Niederbayern-Oberpfalz. Rund 80 Prozent des Geschäfts geht allerdings weiterhin an österreichische Institute, wie die Bawag P.S.K. Gruppe, die Erste Bank und Sparkassen, die Raiffeisen Bankengruppe, Volks- und Landeshypothekenbanken, die Oberbank sowie die vier Bausparkassen. Lediglich die UniCredit Bank Austria und einige wenige Regionalbanken sind aktuell nicht direkt auf der Plattform. Kirchmair geht allerdings davon aus, dass sich die Kooperationen zwischen Banken und Kreditplattformen weiter durchsetzen werden. „Wer sich heute gegen die Interessen des Kunden stellt, wird am Ende zu den Verlierern zählen. Der Kunde sucht den Vergleich. Plattformen wie Amazon oder Geizhals haben gezeigt, wie rasch sich der Handel verändert hat. Diese Entwicklung wird vor der Dienstleistungsbranche nicht Halt machen“, beschreibt der Infina-Chef seine Sicht der Situation.

Um das Wachstum weiterhin auf Kurs zu halten, möchte das Unternehmen bis zum Jahr 2025 auch verwandte Geschäftsfelder erschließen und zum Beispiel Unternehmensfinanzierungen und Services für die Immobilienvermittlung anbieten. Kurzfristig möchte Kirchmair den Onlineabschluss eines Wohnkredites ermöglichen. (gp