Raketenstart: Neuer ETF sammelt in drei Wochen eine Milliarde ein
Die Fondsgesellschaft Vanguard drängt mit Kampfpreisen auf den Markt. Mit einem neuen börsengehandelten Fonds schafft das Haus nun einen Absatzerfolg. Der neue ETF knackt nach nur gut drei Wochen die Milliardenmarke.
Die Fondsgesellschaft Vanguard hat mit einem neuen börsengehandelten Fonds (ETF) kurz nach Auflage bereits einen Kassenschlager im Programm. Gerade einmal gut drei Wochen nach dem Handelsstart des Vanguard FTSE Global All-Cap ETF am 20. August an mehreren europäischen Börsen sammelte das Produkt schon mehr als eine Milliarde US-Dollar ein, teilte Vanguard mit. Damit handelt es sich um den rasantesten Start eines Vanguard-Produkts überhaupt.
Dem Anbieter zufolge stammen die Mittelzuflüsse zu einem erheblichen Teil von Privatanlegern, insbesondere aus Großbritannien. Dort soll der neue Fonds in sozialen Medien einen regelrechten Hype ausgelöst haben, berichtet der Branchendienst "ETF Stream". Ein Grund für den reißenden Absatz könnte auch der geringe Preis sein. Der neue ETF weist Gebühren in Höhe von lediglich 0,07 Prozent per annum aus.
Harter Preiskampf
Vanguard hatte in der Vergangenheit bei mehreren ETFs die Kosten gesenkt. Generell weist der US-Anbieter das niedrigste Gebührenniveau bei passiven Produkten in Europa auf, wie eine Morningstar-Analyse zeigte. Im ETF-Markt tobt ein Konkurrenzkampf, der über den Preis ausgefochten wird. Bei Indexfolgern auf klassische Börsenbarometer wie S&P 500, Dow Jones oder Dax versuchen die Anbieter, mit niedrigen Gebühren Anleger zu ködern. Einerseits soll das hohe Volumen die Produkte profitabel machen, andererseits Investoren in andere, höherpreisige ETFs des Sortiments locken. (ert)




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