Die Coronakrise hat die europäischen Private-Banking-Anbieter in einer schwierigen Zeit getroffen. Viele Institute kämpfen ohnehin mit steigenden Kosten und einer sinkenden Gewinnspanne. In Westeuropa gehen die Margen laut einer Untersuchung der Unternehmensberater von McKinsey seit fünf Jahren zurück. Dieses Bild könnte sich angesichts der aktuellen Pandemie nun weiter eintrüben. FONDS professionell wollte daher von heimischen Private-Banking-Anbietern wissen, wie sie bisher durch die Krise gekommen sind.

Insgesamt neun Gesellschaften wurden dazu befragt. Dabei zeigt sich, dass bei den meisten Banken der Wertpapierabsatz trotz der volatilen Marktlage nicht eingebrochen ist, einige berichten sogar von Zuwächsen. Schließlich sind sich die ­Profis einig, dass trotz der hohen Volatilität langfristig an Aktieninvestments zum Vermögenserhalt kein Weg vorbei führt. So erklärt Michael-Karl Sulz­bacher, Leiter Private Banking bei Raiffeisen Attersee: "Die Umsätze waren in den letzten Wochen überdurchschnittlich, wobei die Käufe überwogen."

Anscheinend dürften viele Anleger die Marktphase für Zukäufe im Aktienbereich genutzt haben. "Die meisten unserer Kun­den haben ob der gänzlich neuen und unvorhergesehene CoV-Situation keine Strategieänderungen in ihren Portfolios vorgenommen und die Tiefststände in der zweiten Märzhälfte genützt, um aufzustocken", bestätigt Stefan Neubauer, Vorstand Kathrein Privatbank. Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei der Private-Banking-Einheit der Erste Bank. So beobachtete der Leiter des dortigen Bereichs, Roland Jacubetz, in den vergangenen Wochen Zukäufe im ­Bereich von Qualitätsaktien, gut diversifizierten Fonds und der hauseigenen Vermögensverwaltung. (gp)


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