Österreichs Fondsvolumen erreicht neues Allzeithoch
Österreichs Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften blicken auf ein Rekordjahr zurück. Das Fondsvolumen erreichte Ende 2025 ein neues Allzeithoch – vor allem Aktienfonds sorgten dabei für kräftige Zuflüsse. Offene Immobilienfonds stehen hingegen weiter unter Druck.
Die hierzulande verwalteten Investmentfonds haben 2025 ein neues Allzeithoch erreicht: Das Fondsvolumen stieg im Jahresverlauf um 7,5 Prozent auf rund 236,5 Milliarden Euro. Getragen wurde das Wachstum laut Vereinigung österreichischer Investmentgesellschaften (VÖIG) von Nettomittelzuflüssen in Höhe von sieben Milliarden Euro sowie deutlichen Kursgewinnen von rund 11,2 Milliarden Euro. Die Ausschüttungen beliefen sich im vergangenen Jahr auf 1,7 Milliarden Euro.
Als stärkster Wachstumstreiber erwiesen sich dabei erneut Aktienfonds, die Nettomittelzuflüsse von rund 3,9 Milliarden Euro verbuchten. Auch Rentenfonds konnten mit Zuflüssen von etwa 3,1 Milliarden Euro deutlich zulegen.
Aktienfonds klarer Performancesieger
Bei der Performance dominierten Aktienfonds ebenfalls das Bild. Im Einjahresvergleich lag die Fondsgruppe "Aktienfonds Österreich" mit einem Plus von 40,4 Prozent an der Spitze. Es folgten "Aktienfonds Europa ex UK" mit 39,4 Prozent sowie "Aktienfonds Asien und Pazifischer Raum" mit 24,2 Prozent. Aktienfonds mit Fokus auf die EU erzielten eine Rendite von 17,3 Prozent. Gemischte Fonds der Kategorie "Flexibel" legten um 6,9 Prozent zu, Rentenfonds mit überwiegender Veranlagung in Euro erzielten 3,4 Prozent.
"2025 war ein erfreuliches Jahr – trotz hoher Volatilität und geopolitischer Unsicherheiten konnten Anlegerinnen und Anleger mit österreichischen Investmentfonds solide Erträge erzielen“, betont VÖIG-Präsident Heinz Bednar. Besonders positiv hebt er die starke Entwicklung der Österreich-Aktienfonds hervor.
Aber auch langfristig zeigen sich Aktienfonds als Renditetreiber: Über einen Zeitraum von zehn Jahren erzielten Europa-ex-UK-Aktienfonds eine durchschnittliche Jahresrendite von 7,3 Prozent, knapp vor den Pendants mit Österreich-Schwerpunkt, die um 7,2 Prozent pro Jahr zulegten.
Immobilienfonds weiter unter Druck
Rückläufig entwickelte sich erneut der Markt für offene Immobilien-Investmentfonds. Das Fondsvolumen sank um 12,5 Prozent auf rund 6,8 Milliarden Euro. Nettomittelabflüsse von 0,9 Milliarden Euro, Kursverluste von 39,7 Millionen Euro sowie Ausschüttungen von 28,2 Millionen Euro belasteten das Ergebnis. Die durchschnittliche Einjahresperformance lag bei 1,1 Prozent, über zehn Jahre bei 1,9 Prozent pro Jahr. (cf)















