Neben Bulle und Bär: Drittes Tier an der Frankfurter Börse
Bulle und Bär stehen am Frankfurter Börsenplatz seit Jahrzehnten für steigende und fallende Märkte. Nun bekommt das bekannteste Symbol des deutschen Finanzplatzes Zuwachs – wenn auch nur für einen Tag. Der Sponsor gehört ausgerechnet zu einem Konzern, der mit dem hessischen Handelsplatz konkurriert.
Die Krypto-Trading-Plattform Bison hat mit einer besonderen Marketing-Aktion vor der Frankfurter Börse für Aufmerksamkeit gesorgt: Das Unternehmen der Boerse Stuttgart Group platzierte vorübergehend eine Bison-Statue auf Augenhöhe mit Bulle und Bär – dem Symbol schlechthin für den Finanzplatz Deutschland.
"Die Botschaft dahinter: Der Kryptomarkt entwickelt sich zunehmend weg von einem rein spekulativen Nischenthema hin zu einem regulierten und langfristig relevanten Bestandteil moderner Finanzmärkte", erläutert die Boerse Stuttgart Group in einer Pressemitteilung. Das Bison stehe dabei "für eine neue Phase, in der digitale Assets stärker in bestehende Finanzstrukturen hineinwachsen".
"Baustein moderner Portfolios"
Der Kryptomarkt verändere sich fundamental, argumentiert Bison-Chef Ulli Spankowski. "Es geht heute nicht mehr nur um kurzfristige Kursbewegungen oder Gegensätze zwischen Bull- und Bear-Market", erklärt er. Digitale Assets würden zunehmend Teil des regulierten Finanzsystems. "Genau diese Entwicklung möchten wir mit dem Bison am Börsenplatz sichtbar machen."
Der Betreiber der Handelsplattform räumt ein, dass Krypto eine volatile Anlageklasse bleiben wird. "Gerade deshalb geht es aus Sicht von Bison nicht um ein 'Entweder-Oder' zwischen der traditionellen und digitalen Finanzwelt, sondern um einen einfachen und sicheren Zugang", heißt es in der Pressemitteilung. "Kryptowährungen werden damit zunehmend zu einem Baustein moderner Portfolios – nicht als Ersatz klassischer Anlageformen, sondern als eigenständige Ergänzung."
Keine Dauereinrichtung
Wie nachhaltig der Krypto-Trend auch sein mag: Auf dem Frankfurter Börsenplatz darf das gülden glänzende Bison nicht auf Dauer verweilen. Schon nach wenigen Stunden repräsentieren die Bronzeskulpturen von Bulle und Bär, die der Bildhauer Reinhard Dachlauer vor rund vier Jahrzehnten erschuf, den Finanzplatz wieder im Duo. (bm)














