Substanzaktien entwickeln sich seit Jahren schlechter als Growth-Titel – daran hat sich auch im Oktober nichts geändert. Großkapitalisierte Wachstumsaktien legten im vergangenen Monat im Schnitt um 0,3 Prozent zu, berichtet Morningstar. Ihre Value-Pendants verloren dagegen durchschnittlich fünf Prozent an Wert. Bei Nebenwerten fiel die Bilanz ausgeglichen aus: Beide Investmentstile fuhren in diesem Segment Verluste von rund 3,5 Prozent ein.

In den vergangenen Monaten und Jahren ist die Schere zwischen der Wertentwicklung der beiden Anlagestile immer weiter auseinandergegangen, sagt Morningstar-Analyst Fernando Luque. Value-Investoren haben mittlerweile klar das Nachsehen: Auf Sicht der vergangenen drei Jahre hat sich die Performance-Lücke zwischen Value- und Growth-Standardwerten in Euro gerechnet auf mehr als 80 Prozentpunkte ausgeweitet. Bei Nebenwerten schlugen sich Wachstumstitel in diesem Zeitraum sogar mehr als doppelt so gut wie Substanzaktien. "Die Differenz lag bei über hundert Prozent", sagt Luque.

Tech-Titel schwächeln
Seit Jahresbeginn liegen großkapitalisierte Substanzwerte im Schnitt mit rund 21 Prozent im Minus. Growth-Large-Caps liegen dagegen mit rund 20 Prozent im Plus. Das war nicht allein großen Technologiewerten zu verdanken, die zumindest im Oktober per Saldo negativ abschnitten. Die starke Performance von Wachstumsaktien war zuletzt vielmehr Verdienst von Unternehmen wie der Beteiligungsgesellschaft Prosus (+9,1 Prozent), dem dänischen Energiekonzern Ørsted (+15,9 Prozent) und dem Logistikkonzern Hermes International (+8,5 Prozent). (fp)