Ab 10. Jänner 2020 werden digitale Währungen in das europäische Regime zur Prävention der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung einbezogen. Das hat zur Folge, dass sich sämtliche Dienstleister vorher bei der zuständigen Aufsichtsbehörde registrieren lassen müssen, heißt es bei der Finanzmarktaufsicht FMA. Registrierungsanträge nimmt die Behörde ab 1. Oktober 2019 entgegen.

Vorgaben aus fünfter Geldwäscherichtlinie
Ab dem 10. Jänner müssen dann Anbieter die selben Sorgfalts- und Meldepflichten zur Prävention der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung einhalten, die bereits für Kredit- und Finanzinstitute gelten. Die neuen Regeln sind in der fünften Geldwäsche-Richtlinie (RL (EU) 2018/843) verankert, die in Österreich im Finanzmarkt-Geldwäschegesetz (FM-GwG) umgesetzt wurde.

Unter die Regeln fallen Anbieter von Finanzdienstleistungen für die Ausgabe und den Verkauf von virtuellen Währungen, Dienstleister zur Übertragung virtueller Währungen, Tausch- und Handelsplattformen für virtuelle Währungen (gleichgültig ob virtuelle Währungen untereinander oder gegen Fiatgeld oder umgekehrt gewechselt werden) sowie Anbieter elektronischer Geldbörsen.

"Die Einbeziehung virtueller Währungen in das Regime zur Prävention der Geldwäscherei und Terrorismusfinanzierung ist einerseits ein wichtiger Schritt im Kampf gegen Geldwäscherei, und leistet andererseits einen großen Beitrag, faire Wettbewerbsbedingungen zwischen Anbietern analoger Finanzdienstleistungen sowie Anbietern digitaler Finanzdienstleistungen zu schaffen", so der Vorstand der FMA, Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller. (eml)