Seit Beginn der Woche gelten in Österreich strengere Abstandsregeln in Kundenbereichen: Durfte vorher eine Person je zehn Quadratmeter in einem Geschäft anwesend sein, müssen nun jedem Kunden 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen. Gibt es kein Personal (das würde etwa auf nicht besetzte 24-Stunden-Bankfoyers zutreffen), müssen die Kunden auf die Einhaltung der neuen Erfordernisse hingewiesen werden, wie es im Gesetz heißt.

Kleinere Läden haben sich bereits heftig öffentlich über diese Regelung aus der vierten Covid-19 Schutzmaßnahmenverordnung beschwert. Auch für Finanzdienstleister gilt die neue Vorgabe, wie Fachverbandsobmann Hannes Dolzer betont. Vor gut zwei Wochen wurden ja mit der 3. COVID-19-Notmaßnahmenverordnung bereits die Regeln für Personenkontakte im öffentlichen Raum verschärft (Mindestabstand von zwei statt einem Meter, weitgehende FFP-2-Masken-Erfordernis). Grundsätzlich dürfen die Finanzdienstleister ihre Tätigkeit aber weiter unverändert ausüben, so Dolzer. Und so sehen die aktuell geltenden Maßnahmen im Überblick aus.

In Mehrpersonenbüros ohne Kundenkontakt gilt nun:

  • Wenn möglich, Homeoffice (die gesetzliche Formulierung lautet nicht mehr "tunlichst" sondern "vorzugsweise")
  • Mindestabstand von zwei Metern
  • MNS-Pflicht oder sonstige geeignete Schutzmaßnahmen

Bei Kundenkontakt im eigenen Büro gilt:

  • Mindestabstand von zwei Metern
  • FFP2-Maskenpflicht (ohne Ausatemventil) für Kunden 
  • FFP2-Maskenpflicht (ohne Ausatemventil) für Mitarbeitern mit unmittelbarem Kundenkontakt. Wird mindestens alle sieben Tage ein negativer Antigen-/molekularbiologischer Test vorgewiesen, kann anstelle der FFP2-Maske auch ein enganliegender Mund-Nasen-Schutz (MNS) getragen werden.
  • Beschränkung der Kundenanzahl auf 20 Quadratmeter pro Kunde. Bei einer Fläche darunter darf nur ein Kunde den Kundenbereich betreten.

Bei Kundenkontakt beim Kunden vor Ort gilt:

  • Mindestabstand von zwei Metern
  • FFP2-Maskenpflicht (ohne Ausatemventil) wie im eigenen Büro. (eml)