Geldverwalterin Maxime Carmignac ist überzeugt, dass Frauen anders investieren als Männer. "Fondsgesellschaften und Banken müssen Frauen darum anders ansprechen als Männer", fordert Carmignac im Interview mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Maxime Carmignac ist Tochter des Mitgründers Edouard Carmignac und verantwortlich für das Großbritannien-Geschäft des Unternehmens.

Die beiden Geschlechter unterscheiden sich ihrer Meinung nach in mehreren Punkten: Frauen würden langfristiger denken und weniger risikoreich investieren. Ein Problem sieht sie außerdem darin, dass Frauen häufig mit Selbstzweifeln kämpfen: "Oft fühlen sie sich nicht kompetent genug, oder sie denken, sie hätten zu wenig Geld", sagt Carmignac.

Fonds für Frauen 
Um Frauen für Finanzen zu begeistern, hat sie beim Geldverwalter Carmignac einen Fonds eingerichtet, der die Bedürfnisse von Frauen bedienen soll. Darin sind Firmen wie Visa, Disney und Unilever, "die jeder kennt und die über Jahrzehnte ihre Widerstandsfähigkeit bewiesen haben", erklärt sie.

Wenn Frauen lernen, ihr Geld frühzeitig richtig anzulegen, könnte das den Wohlstand künftiger Generationen sichern. "Studien für die USA zeigen, dass in 40 Jahren 70 Prozent des amerikanischen Reichtums in den Händen von Frauen sein wird", erklärt Carmignac. Denn Frauen würden oft länger leben. "Es wäre also ein Wohlstandsverlust für uns alle, wenn wir das Problem nicht angingen." (fp)