Das Jahr 2025 markiert laut dem Kreditvermittler Infina die Rückkehr der privaten Immobilienfinanzierung in Österreich. Nach der Marktkorrektur der Jahre 2023 und 2024 und einer ersten Erholung im vergangenen Jahr steigerte der Kreditvermittler sein Neugeschäftsvolumen um 20 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro. 

Bessere Rahmenbedingungen für Wohneigentum
Die Voraussetzungen für den Erwerb von Wohnraum haben sich laut Infina gegenüber 2024 deutlich verbessert. Ausschlaggebend seien stagnierende Immobilienpreise, moderatere Kreditzinsen sowie steigende Einkommen. Laut Daten der Oesterreichischen Nationalbank sank der durchschnittliche variable Kreditzins von 4,70 Prozent im Jahr 2024 auf 3,32 Prozent im Februar 2026.

Der aktuelle Infina-Leistbarkeitsindex zeigt diese Entwicklung anhand einer 100-Quadratmeter-Neubauwohnung: Selbst teurere Wiener Lagen werden für Doppelverdiener wieder finanzierbar. So liegt die Belastung im 7. Bezirk bei 37,8 Prozent – nach 48,5 Prozent im Jahr 2023. In Wien-Favoriten bewegt sich die Schuldendienstquote mit 40,5 Prozent wieder im empfohlenen Zielkorridor der Finanzmarktaufsicht. Auch einkommensstarke Alleinverdiener profitieren von einer verbesserten Leistbarkeit.

"Die Schaffung von Wohneigentum wird durch stagnierende Immobilienpreise, steigende Einkommen, die Entschärfung regulatorischer Hürden und niedrigere Zinsen wieder für deutlich mehr Haushalte möglich. Das ist zugleich eine wirksame Gegensteuerung zur Altersarmut", erläutert Christoph Kirchmair, CEO von Infina.

Plattformstrategie und "phygitaler" Ansatz
Als zentralen Erfolgsfaktor nennt das Unternehmen seinen "phygitalen" Plattformansatz, der persönliche Beratung mit digitalen Prozessen verbindet. Steigende regulatorische Anforderungen und komplexere Bankangebote würden es freien Beratern zunehmend erschweren, alle Anforderungen allein abzudecken.

Mit der Plattform Profin stellt Infina standardisierte Prozesse, integrierte Produktlogik und eine durchgängige Dokumentation bereit. Auch die Immobilienvermittlung wurde vollständig in das System integriert, wodurch Finanzierung und Immobilie in einem einzigen Prozess zusammengeführt werden. Die Nachfrage nach dem Partnermodell steigt entsprechend stark: 2026 soll die Marke von 5.000 institutionellen Nutzern überschritten werden.

Strategische Ausrichtung für 2026
Für das laufende Jahr setzt Infina auf die weitere Skalierung seiner Geschäftsfelder. Neben der privaten Wohnbaufinanzierung sollen künftig die gewerbliche Finanzierung sowie die integrierte Immobilienvermittlung stärker wachsen.

"Unser Wachstum wird künftig nicht mehr nur von der privaten Wohnbaufinanzierung getragen. 2026 treiben wir die Skalierung in der gewerblichen Finanzierung und der integrierten Immobilienvermittlung voran, indem wir Geschäftsmodell, Plattform und Organisation konsequent weiterentwickeln, damit Partner produktiver arbeiten und Kunden schneller zur Entscheidung kommen", betont Kirchmair. (gp)