Immobilien: "Die Marktbereinigung der letzten Jahre war gesund"
Der Immobilienmarkt durchlebt schwere Zeiten. FONDS professionell sprach mit Gunther Hingsammer, IFA AG, und Paul G. Schaufler, Auritas, über die Stimmung in der Branche und die Herausforderungen im Vertrieb des Bauherrenmodells.
Als würden die Marktverwerfungen spurlos an ihr vorbeigehen, veröffentlicht die IFA AG, Tochter des krisengeschüttelten Immobilienkonzerns Soravia, eine Erfolgsmeldung nach der anderen. Vor allem im Vertrieb läuft es nach eigenen Angaben besser als bei den meisten anderen Marktteilnehmern. 2025 wurden bei Anlegern 95 Millionen Euro akquiriert – laut IFA um ein Viertel mehr als im Jahr davor.
Entscheidende Gründe für den Verkaufserfolg dürften einerseits die steuerliche Attraktivität des Bauherrenmodells sein, mit dem Investoren auch bei hohen Gestehungskosten noch Geld mit dem Neubau verdienen. Und andererseits profitiert die IFA von der Treue ihrer Vertriebspartner, die über die Negativberichterstattung über den Soravia-Konzern hinwegsehen. Einer davon ist Paul G. Schaufler, Gründer und Geschäftsführer von Auritas. Er erklärt im Interview mit FONDS professionell, dass Investoren gern ein gemanagtes Gesamtpaket kaufen.
Allerdings verlaufen im Gesamtmarkt nicht alle Investments nach Wunsch. Es kochen alle nur mit Wasser, und deshalb ist auch die IFA mit den Krisen in der Immobilienwirtschaft konfrontiert. "Die Parameter sind bekannt: Finanzierungskosten, Grundstückspreise in guten Lagen, exponentiell gestiegene Baukosten und eine Kaufkraftentwicklung, die nicht mitgehalten hat", sagt Gunther Hingsammer, Mitglied im Executive Board bei der IFA. Er sieht "nach wie vor toxische Faktoren", die den Immobilieninvestmentmarkt belasten. (ae)
Das Interview mit IFA-Manager Gunther Hingsammer und Vertriebsprofi Paul G. Schaufler lesen Sie in der FONDS professionell-Ausgabe 1/2026 ab Seite 154 und nach Anmeldung hier im E-Magazin.















