Die Direktbank ING (früher ING Diba) legt immer wieder Ergebnisse aus Anlegerbefragungen vor, die interessante Botschaften für Finanzberater beinhalten. Diesmal ging es um die Pensionsperspektiven von Menschen in 13 europäischen Ländern sowie in den USA und Australien. Dabei zeigte sich: Das typische, ruhige Rentnerdasein scheint für Viele außer Reichweite. Länderübergreifend meint etwa jeder Zweite, dass seine Pension nicht ausreichen wird.

Mit 63 in Pension und dann weiter arbeiten
In Österreich erwarten die Befragten im Durchschnitt, dass sie mit 63 Jahren in Pension gehen können. 56 Prozent machen sich Sorgen, mit ihrer Rente nicht auszukommen und 46 Prozent gehen davon aus, etwas dazuverdienen zu müssen. Zwölf Prozent der Österreicher meinen sogar, bis an ihr Lebensende zu arbeiten (Europa-Schnitt: elf Prozent).

Das staatliche Pensionssystem halten 53 Prozent der Österreicher für unzureichend. Wenig überraschend ist hierbei der deutliche Unterschied zwischen Männern und Frauen: 49 Prozent der Männer und 57 Prozent der Frauen sind dieser Ansicht. Insgesamt 43 Prozent meinen, dass sie weniger bekommen, als sie einbezahlt haben.

Diesem Pessimismus steht gegenüber, dass nur rund die Hälfte daran denkt, privat vorzusorgen (Details sind in der Klickstrecke oben ersichtlich). Dementsprechend dürfte es wohl zu den wichtigsten Aufgaben beziehungsweise Erfolgsfaktoren in einem Beratungsgespräch gehören, diese Bedenken aufzugreifen und Lösungsstrategien aufzuzeigen.

Die Österreich-Ergebnisse wurden im Rahmen der ING International Survey erhoben. (eml)