In den vergangenen zehn Jahren ist das Testamentsspenden-Aufkommen um über 120 Prozent auf 122 Millionen Euro im Jahr 2025  gestiegen, teilt der Fundraising Verband Austria mit. Es handle sich um einen Höchststand. Jeder neunte Spenden-Euro in Österreich gehe auf eine Verfügung im letzten Willen zurück.

Testamentsspenden würden unter anderem wegen der steigenden Zahl kinderloser Personen zunehmen. Nach einer Umfrage des Verbandes unter 2.000 Personen über 40 Jahren möchten 56 Prozent der Befragten nach ihrem Ableben Gutes bewirken. 38 Prozent nennen den persönlichen Bezug zu einer bestimmten Organisation als Grund, und 36 Prozent möchten nicht, dass ihr Vermögen nach dem Tod an den Staat geht, heißt es.

Im Schnitt vererben Testamentsspender 50.000 bis 100.000 Euro. Zu über 90 Prozent stehen dahinter alleinstehende und kinderlose Personen. Top-Spendenzweck ist der Tierschutz, gefolgt von den Bereichen Gesundheit, Pflege und Soziales sowie Hilfe für Kinder und Jugendliche. (eml)