Die Deutschen wollen die Coronakrise zwar nutzen, um ihre Gewohnheiten zu ändern – Homeoffice gehört aber nicht zu den Dingen, die eine Mehrheit von ihnen beibehalten will. Das lässt sich aus einer Umfrage des Beratungsunternehmens Kekst CNC herauslesen, über die die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) berichtet. Demnach gaben gerade einmal 19 Prozent der Teilnehmer an, dass sie nach dem Ende der Pandemie häufiger von zu Hause werkeln wollen. Umgekehrt wollen 15 Prozent der Befragten sogar seltener als bisher im Heim-Büro sitzen. Bei der Hälfte der Umfrageteilnehmer hat sich durch Corona nichts an der Einstellung zum Homeoffice geändert.

Größere Verschiebungen gab es dagegen in anderen Bereichen. So wollen unterm Strich 27 Prozent der Bundesbürger in der Post-Corona-Ära seltener Konzerte oder Ausstellungen besuchen, 26 Prozent wollen weniger mit dem Flugzeug reisen, 20 Prozent Bus und Bahn eher meiden – egal, ob schon bald ein Impfstoff gegen das Coronavirus gefunden wird oder nicht. Die Studie deute darauf hin, dass sich das Konsumverhalten spürbar und längerfristig ändert, konstatiert die FAZ.

Wie soll die Welt nach Corona aussehen?
Auch in der Wirtschaft sehen die Deutschen eine Notwendigkeit für Wandel – sie sind allerdings uneins, wohin die Reise gehen soll. Rund 16 Prozent der Befragten wollen wichtige Berufe, etwa im Gesundheitswesen, besser bezahlt wissen. 14 Prozent halten es für wichtiger, dass sich Deutschland auf weitere Pandemien vorbereitet. Dem Klimaschutz räumen nur acht Prozent der Umfrageteilnehmer oberste Priorität in der Nach-Krisen-Welt ein. Zwölf Prozent wollen vor allem Eines: Dass nach der Pandemie alles wieder so wird wie vorher. (fp)