Gewinner von Auszeichnungen leiden unter einem Fluch: Mit dem Erringen einer Trophäe steigt die Erwartung, dass die derart Dekorierten auch in Zukunft Herausragendes leisten. Der Grundsatz gilt nicht nur im Sport oder bei Filmschaffenden, sondern auch im Fondsmanagement – allerdings mit ungleich größerer Tragweite. Denn hier sind es nicht bloß Fans, die mitfiebern, sondern Anleger, die Investmenthäusern ihr Erspartes anvertrauen.

Es erstaunt daher nicht, dass es sich zahlreiche Ratingagenturen und Medien zur Aufgabe gemacht haben, Preise für hervorragendes Fondsmanagement zu vergeben. Bei den meisten Awards steht dabei die historische Performance im Vordergrund. Die Gefahr, dass dadurch bloß jene Fondsmanager aufs Podest gehoben werden, die in der Vergangenheit schlicht Glück hatten, ist nicht eben klein. Das macht die unzähligen Fonds-Awards zumindest in der Theorie zu eher schlechten Prognosetools. Am professionellsten betreiben dieses Vorhaben wohl die Dachfondsmanager – für sie ist die Suche nach den "besten" Managern ihr täglich Brot. Allerdings machen nur wenige dieser Spezialisten das Ergebnis ihrer Recherche transparent.

Eine der bekanntesten Ausnahmen ist Sauren Fonds-Research. Der Kölner Dachfondspionier zeichnet die seiner Untersuchung nach besten Portfoliomanager Jahr für Jahr mit bis zu drei Goldmedaillen aus. Auch in diesem Jahr veröffentlicht FONDS professionell exklusiv die komplette Liste aller Gewinner. 2019 zeichnete Sauren beispielsweise 128 Manager oder Managementteams aus – und darunter finden sich nur sechs Spitzenbewertungen mit jeweils drei Goldmedaillen.

Auf dem Prüfstand
Doch was taugt diese Auszeichnung, die anders als so viele andere Awards nicht nur auf die Performance der Vergangenheit blickt? Um das herauszufinden, hat FONDS professionell alle Gewinner von drei Sauren-Medaillen seit 2014 genauer unter die Lupe genommen. (aem)


Wie die Spitze der von Sauren geehrten Investmentelite vor und seit ihrer Auszeichnung abgeschnitten hat, erfahren interessierte Leser in der aktuellen Ausgabe FONDS professionell 3/2019 ab Seite 132. Angemeldete FONDS professionell KLUB-Mitglieder können den Beitrag auch hier im E-Magazin lesen