Blick zurück in den Sommer 2007: Europas größter Aktienfonds ist nicht mehr der Fidelity European Growth, sondern der BGF World Mining, der damals, vor der Übernahme durch Blackrock, von Merrill Lynch Investment Managers gesteuert wurde. Zeitweise verwaltete Evy Hambro mehr als 20 Milliarden Euro in seinem Flaggschiffportfolio, befeuert durch die Rohstoffphantasie, die unter anderem der Schwellenländerboom unter Privatanlegern in ganz Europa entfacht hatte. Die mutigsten von ihnen holten sich nicht nur Aktien von Bergbaukonzernen ins Depot, sie spekulierten auch eifrig mit Zertifikaten auf Rohöl, Industriemetalle oder Agrarrohstoffe.

Pünktlich mit dem Kollaps der US-Investmentbank Lehman Brothers war es damit vorbei – nicht nur mit dem Zertifikate-, sondern auch mit dem Rohstoffboom. Seinen inoffiziellen Titel als Europas größter Fonds verlor der BGF World Mining im September 2008, im Laufe der Jahre verlor er gut 80 Prozent seines Volumens. Der einzige Rohstoff, der sich in den Portfolios breiter Anlegerschichten halten konnte, war Gold, das seinen Ruf als "Depotversicherung" festigen konnte. Aber Rohöl, Kupfer und Co.? Fehlanzeige!

Doch nun scheint der Rohstofftrend wieder Fahrt aufzunehmen: Der Krieg in der Ukraine ließ die Gas- und Ölpreise explodieren, der Ausbau erneuerbarer Energien macht zahlreiche Metalle zum knappen Gut. Wird es also Zeit, Rohstoffen abseits von Gold wieder ihren Platz im Depot einzuräumen? FONDS professionell ONLINE interessiert, was Sie als Anlageberater oder Vermögensverwalter Ihren Kunden empfehlen. Hier geht's zu unserer Blitzumfrage: