Fondsriese startet nach Wirtschaftsleistung gewichtete ETFs
Europas größter Asset Manager Amundi bringt zwei neue börsengehandelte Fonds aufs Parkett. Die Vehikel bergen eine Neuerung: Die Gewichtung fußt nicht auf der Marktkapitalisierung, sondern auf der Wirtschaftsleistung. Gänzlich neu ist die Idee aber nicht.
Die Fondsgesellschaft Amundi hat zwei börsengehandelte Fonds (ETFs) aufgelegt, bei denen sich die Zusammensetzung nach dem Bruttoinlandsprodukt (BIP) richtet. Der Pariser Asset Manager startet sowohl einen weltweiten Aktien- als auch einen globalen Anleihen-ETF, konkret den Amundi FTSE All World GDP-Weighted ETF (ISIN: IE000KCKFHE8) und den Amundi Global Government Bond GDP Weighted ETF (ISIN: LU3299677511).
Ein BIP-gewichteter Ansatz spiegle den wirtschaftlichen Einfluss jeder Region genauer wider und erhöhe das Engagement in Schwellenländern und Europa, begründet Amundi die Auflage. Diese beiden Regionen würden zwar einen erheblichen Beitrag zum globalen Wachstum liefern, seien in traditionellen Marktkapitalisierungsindizes aber unterrepräsentiert. "Das aktuelle Marktumfeld lässt es ratsam erscheinen, dass Anleger ihre Portfolios widerstandsfähiger und diversifizierter ausrichten", ergänzt Benoit Sorel, Leiter ETF & Indexing bei Amundi.
Heiß diskutiertes Konzept
Dem Anbieter zufolge handelt es sich um die ersten UCITS-ETFs mit BIP-Gewichtung. Gänzlich neu ist die Idee allerdings nicht. Im europäischen Markt gibt es bereits den vom Vermögensverwalter Gerd Kommer mit entworfenen L&G Gerd Kommer Multifactor Equity ETF, bei dem die Wirtschaftsleistung in die Gewichtung einfließt, wenngleich neben anderen Faktoren. Auch in der Hochphase des Smart-Beta-Trends bei ETFs wurden BIP-gewichtete ETFs häufig diskutiert. (ert)















