Geldanlageprofis mit Luxussportwagen machen einen schlechteren Job als andere. Diesen Zusammenhang haben Forscher aus New York, Florida und Singapur in einer Studie nachgewiesen, über die jetzt die "Wirtschaftswoche" (Wiwo) berichtet. Die Wissenschaftler wollten herausfinden, ob unterschiedliche Lebensstile auch Investmententscheidungen beeinflussen.

Dazu werteten sie die Anlageergebnisse von 1.144 Hedgefonds-Managern aus den USA in den Jahren von 1990 bis 2015 aus. Diese verknüpften sie mit den öffentlich zugänglichen Daten über 1.774 auf sie zugelassene Autos. Das Ergebnis: Die Manager, die extravagante Sportwagen ihr Eigen nannten, lieferten signifikant schlechtere Anlageergebnisse ab als Fahrer schlichter Autos, die einen auffälligen Lebensstil vermeiden. Besonders hohe Erträge bei niedrigen Schwankungen erwirtschafteten über den 25-Jahres-Zeitraum die Fahrer von Minivans.

Schnelle Autos machen unvernünftig
Die Forscher erklären die Resultate der Studie damit, dass unterschiedliche Lebenseinstellungen auch zu unterschiedlichen Anlageentscheidungen führen. So würden Manager, die in ihrem Leben auf außergewöhnliche Erfahrungen aus seien, strukturell riskantere Anlageentscheidungen treffen – die sich auf lange Sicht nicht auszahlten. 

Interessanterweise würden Investoren einerseits zwar davon ausgehen, dass die PS-verrückten Hedgefondsmanager weniger kompetent seien als andere. Sie würden umgekehrt aber den zurückhaltenderen Naturen in der Szene kaum höhere Kompetenzen zuweisen. Deshalb hätten die Manager, die unnötige Risiken eingingen und teilweise regelrechte Lotterie-Geschäfte abschlössen, auch kein grundsätzliches Problem am Markt. (fp)