"Willkommen zurück" hieß es auf dem ersten "Offline-Event" der österreichischen Fondsindustrie nach dem Corona-bedingten Herunterfahren der Wirtschaft Mitte März. Nordea, Mainfirst und Ethenea starteten eine gemeinsame Tour durch Innsbruck, Salzburg, Linz, Wien, Graz und Klagenfurt. Die Hotels waren dafür bestens gerüstet: Mit viel Abstand in den Sitzreihen und Desinfektionsspendern wurde allen Anforderungen entsprochen.

Johannes Rogy, Chef von Nordea in Österreich, und Alexander Koschar, Retail- und Wholesale-Chef Österreich von Fenthum, der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft von Mainfirst und Ethenea, zeigten Initiative und trafen ihre Kunden persönlich. Mit insgesamt rund 150 Teilnehmern war zwar die Besucheranzahl geringer als in den Vorjahren. Aber "man hat gemerkt, alle waren froh darüber, dass es wieder einen persönlichen Informationsaustausch gibt", so Koschar. Nordea-Kollege Rogy sieht das ebenso: "Es war ein sehr erfreuliches Event. Die Leute haben es geschätzt, dass wir wieder vor Ort waren und für uns war es ebenso schön, unsere Partner zu treffen", so Rogy.

Absolute Return und Krisengewinner
Die häufigste Frage im persönlichen Gespräch war jene nach der Einschätzung zur künftigen Marktentwicklung, wie Rogy sagt. Produktmäßig standen bei Nordea Absolute Return-Fonds im Vordergrund. "Während man in Aktien hohe Volatilität hatte und Abschläge im Bereich von teils 20 Prozent, kam man mit Absolute Return sogar mit einem Plus über das erste Quartal. Das hat Vielen in Erinnerung gerufen, dass solche Produkte mit möglichst wenig Schwankung wirklich einen Sinn haben", so Rogy.

Auch Fenthum-Experte Koschar nahm die Coronakrise zum Anlass und zeigte in einer Präsentation, welche Unternehmen von den Entwicklungen der vergangenen Monate profitiert haben: Von Microsoft über Salesforce bis Shop Apotheke. Besonders Plattformen – etwa Amazon, Alibaba, Tencent, Facebook etc. – komme langfristig eine hohe Bedeutung zu. Sie sind nicht nur das zentrale Geschäftsmodell der digitalen Ökonomie, sondern gelten auch als deutlich profitabler als Unternehmen mit "linearen Geschäftsmodellen". (eml)