Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA Warnmeldungen herausgegeben. Dieses Mal betrifft sie einerseits das Unternehmen Bogner & Ceo, welches angeblich über Geschäftsadressen in Wien und New York verfügt. Daneben warnen die Aufseher auch vor der in Hongkong ansässigen JJ Lloyd. Während Bogner & Ceo mit einer Multiprodukt-Plattform, die etwa den Handel mit Währungen, Optionen, Termingeschäften, Aktien, Anleihen und Fonds ermöglicht, wirbt, bietet JJ Lloyd unter anderem Asset-Management- und Family-Office-Services an.

Laut der heimischen Finanzaufsicht sind beide Anbieter nicht berechtigt, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Es sei beiden Anbietern daher die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente und Portfolioverwaltung (Paragraf 3 Abs. 2 Z 1 und 2 WAG 2018) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter nach wie vor hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 62 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor. Die Warnungenmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit sogar das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im laufenden Jahr hat die Aufsicht bereits fünf Investorenwarnungen (siehe Tabelle unten) herausgegeben.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)