Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA Warnmeldungen herausgegeben. Dieses Mal betrifft sie die Online-Plattform www.brucknerf.com, dessen Inhaber angeblich über Geschäftsadressen in Wien und London verfügen. Die Webseite wurde inzwischen offline genommen.

Laut der heimischen Finanzaufsicht sei der Anbieter jedenfalls nicht berechtigt, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Es sei der Firma daher die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Abs. 2 Z 1 WAG 2018) nicht erlaubt.

Zahl dubioser Anbieter nach wie vor hoch
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 62 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor. Die Warnungenmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit sogar das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im laufenden Jahr könnte der Rekordwert vom Vorjahr übertroffen werden: Denn die Aufsicht hat bereits 32 Investorenwarnungen (siehe Tabelle unten) herausgegeben.

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)