Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA Warnmeldungen herausgegeben. Dieses Mal ist die "Prime-InvestFX" respektive "Prime-InvestFX" betroffen, welche laut der Behörde auf den Marshallinseln ansässig sein soll. Laut der heimischen Finanzaufsicht sei das Unternehmen allerdings nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher der gewerbliche Handel (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet..

Bei dem zweiten vermeintlichen Finanzdienstleister handelt es sich um Kolusha OU, die auch unter FMR International OU firmiert und die Webseite baronsvc.com betreibt. Die Firma soll Firmensitze in Estland und Irland haben. Hier stellt die Finanzaufsicht klar: Der Anbieter sei berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es sei dem Unternehmen daher der Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet.

Zahl der Warnmeldungen so hoch wie noch nie
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2020 hat die Aufsicht bislang 73 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)

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