Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA Warnmeldungen herausgegeben. Dieses Mal ist der Online-Krypto-Broker "10CryptoMarket" betroffen, der auch unter dem Namen Joshua Development auftritt. Das Unternehmen bietet auf seiner Webseite den Handel mit Kryptowährungen an. Laut der heimischen Finanzaufsicht sei die Firma aber nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher der Handel auf eigene oder fremde Rechnung (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet.

Daneben haben die Aufseher auch die HydraPay, die auch unter Jol Pay Ltd firmiert, im Visier. Die Webseite der Firma ist derzeit nicht verfügbar. Aber auch bei diesem Anbieter stellt die FMA klar, dass er nicht berechtigt ist, konzessionspflichtige Zahlungsdienste in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher das Einzahlungsgeschäft (Paragraf 1 Abs 2 Z 1 ZaDiG 2018), das Auszahlungsgeschäft (Paragraf 1 Abs 2 Z 2 leg cit), das Zahlungsgeschäft (Paragraf 1 Abs 2 Z 3 leg cit) sowie das Zahlungsinstrumentegeschäft (Paragraf 1 Abs 2 Z 5 leg cit) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie nie zuvor
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2020 hat die Aufsicht bislang 47 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)