Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA Warnmeldungen herausgegeben. Dieses Mal ist die Firma "Huber Group Invest" betroffen, welche angeblich über eine Geschäftsadresse in Zürich verfügt. Das Unternehmen bietet auf seiner Webseite Vermögensberatung an und wirbt: "Individuelle Beratung für Sie und Ihr Vermögen. Ihre Wünsche und Ziele stehen dabei im Zentrum."

Laut der heimischen Finanzaufsicht sei die Firma aber gar nicht berechtigt, konzessionspflichtige Wertpapierdienstleistungen in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher die gewerbliche Anlageberatung in Bezug auf Finanzinstrumente (Paragraf 3 Abs. 2 Z 1 WAG 2018) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie nie zuvor
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Im aktuellen Jahr 2020 hat die Aufsicht bislang 40 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)