Erneut hat Österreichs Aufsichtsbehörde FMA Warnmeldungen herausgegeben. Dieses Mal ist der Atemschutzmasken-Hersteller Adcada Healthcare, welcher über die Adcada Investments die "Adcada.healthcare Anleihe 2020" anbietet, betroffen. Das Unternehmen sei laut der Aufsichtsbehörde "der Meldepflicht zum Emissionskalender gemäß Paragraf 24 KMG 2019 zu den in Österreich angebotenen Inhaber-Teilschuldverschreibungen Adcada.healthcare Anleihe 2020 nicht nachgekommen."

Daneben hat die FMA auch den Online-Broker Wealth Capital respektive Astra Consulting OU im Visier. Das Haus sei laut FMA nicht berechtigt, konzessionspflichtige Bankgeschäfte in Österreich zu erbringen. Es ist dem Anbieter daher der gewerbliche Handel (Paragraf 1 Abs 1 Z 7 BWG) nicht gestattet.

Zahl dubioser Anbieter so hoch wie nie zuvor
Die FMA hat im abgelaufenen Jahr mit 98 Warnungen so viele Investorenwarnungen ausgegeben wie noch nie zuvor und damit den Spitzenwert von 2018 übertroffen. Damals hatten die heimischen Aufseher 62 Warnungen ausgegeben. Die Warnmeldungen vor dubiosen Anbietern hatten damit bereits 2018 das Spitzenjahr 2011, damals sprach die Behörde 51 Investorenwarnungen aus, übertroffen. Im aktuellen noch jungen Jahr 2020 hat die Aufsicht bislang 27 Meldungen herausgegeben (siehe Tabelle unten).

Die FMA kann gemäß den Rechtsvorschriften die Öffentlichkeit informieren, dass eine namentlich genannte natürliche oder juristische Person zur Vornahme bestimmter Finanzgeschäfte nicht berechtigt ist, sofern diese Person dazu Anlass gegeben hat und eine Information der Öffentlichkeit erforderlich und im Hinblick auf mögliche Nachteile des Betroffenen verhältnismäßig ist. (cf)