Österreichische Anleger engagieren einen Finanzberater vor allem dann, wenn die Qualität der Beratung passt, die Renditen spielen eine untergeordnete Rolle. Laut einer Umfrage unter 350 Kunden von zertifizierten Finanzberatern sehen 51 Prozent den Mehrwert im Gefühl, ihr Vermögen sei "gut aufgehoben". Überraschenderweise machen nur fünf Prozent den Mehrwert der Zusammenarbeit mit einem Finanzberater an der Rendite fest. Das berichtet der österreichische Verband der Financial Planners in einer Aussendung.

Auch sonst legen die Kunden Wert auf hohe Standards. 93 Prozent der Befragten sagen, es ist "sehr wichtig" beziehungsweise "wichtig", dass sich ihr Berater einem strengen Ehrenkodex unterwirft, der Sanktionsmechanismen beinhaltet. Gut ist auch die Meinung der Kunden von der Arbeit ihrer Berater: 67 Prozent stimmen der Aussage, ihr Finanzberater würde sich bei seinen Empfehlungen ausschließlich am Kundenwohl orientieren, "vollinhaltlich zu". Weitere 32 Prozent "stimmen zu".

Die Ergebnisse würden zeigen, dass neben fachlicher Kompetenz auch Soft Skills in der Finanzberatung unerlässlich sind, heißt es. "Es geht darum, Präsenz zu zeigen, permanent in Qualität zu investieren und so das Vertrauen der Kunden zu gewinnen – und für die Zukunft zu bewahren", so Helmut Siegler, Vorstandsvorsitzender des Österreichischen Verbands Financial Planners. (eml)