Das in London ansässige Fintech-Unternehmen Revolut hat von der zypriotischen Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde (CySEC) eine Lizenz gemäß der EU-Verordnung "Markets in Crypto-Assets" (MiCAR) erhalten. Diese Genehmigung erlaubt es Revolut, regulierte Krypto-Dienstleistungen in allen 30 Märkten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) anzubieten.

Der Schritt treibt die Expansion des Unternehmens auf dem europäischen Krypto-Markt weiter voran. Revolut bereitet derzeit die Einführung seiner Plattform der nächsten Generation vor – "Crypto 2.0".

Neue Plattform mit über 280 Token und bis zu 22 Prozent "Staking"-Rendite
Mit der neuen MiCAR-Lizenz will Revolut den nächsten Entwicklungsschritt im Digital-Asset-Bereich gehen. Die Plattform "Crypto 2.0" soll Zugang zu mehr als 280 Token bieten und ein gebührenfreies "Staking" mit Renditen von bis zu 22 Prozent jährlich ermöglichen. "Staking" bezeichnet den Prozess, bei dem Teilnehmer eines Netzwerks Belohnungen erhalten, indem sie ihre Coins in einer Krypto-Wallet hinterlegen und damit entweder Transaktionen validieren oder Liquidität für andere Nutzer bereitstellen.

"Diese Genehmigung ermöglicht es uns, bahnbrechende Krypto-Produkte mit erhöhter Transparenz und Vertrauen für unseren wachsenden Kundenstamm anzubieten und gleichzeitig unser Engagement für Krypto als Anlageklasse zu bekräftigen“, sagte Costas Michael, CEO von Revolut Digital Assets Europe.

MiCAR-Lizenz stärkt Marktposition
Die MiCAR-Zulassung erlaubt es Revolut, seine gesamte Krypto-Produktpalette unter einem einheitlichen regulatorischen Rahmen zu vermarkten. Das Unternehmen betreut weltweit mehr als 65 Millionen Kunden, davon 40 Millionen in Europa, und will die neue Lizenz nutzen, um sein Angebot in Bezug auf Handel, Staking und Stablecoins auszubauen.

T. Rowe Price beantragt ersten Krypto-ETF 
Parallel dazu sorgt auch die klassische Finanzwelt für Bewegung: Der US-Vermögensverwalter T. Rowe Price strebt die Zulassung eines aktiv verwalteten Krypto-ETFs an, der an mehrere digitale Währungen gekoppelt ist, wie aus einem am Mittwoch (22.10.) bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Antrag hervorgeht. Damit könnte das Traditionshaus künftig Milliarden in den Altcoin-Markt lenken und die Nachfrage institutioneller Investoren weiter ankurbeln. (mb)