Die Erste Bank hat ein eigenes Fernberatungszentrum eingerichtet, das Kunden ausschließlich per Telefon- und Video serviciert. Es handle sich nicht um ein Call-Center, sondern um ein Zentrum, das geführt werde wie eine gewöhnliche Filiale, erklärte ein Sprecher auf Nachfrage.

Kunden hätten dort ihren fixen Betreuer. Die Mitarbeiter würden das volle Leistungsspektrum einer analogen Filiale abdecken. Es stünden unter anderem Experten für Finanzierungen, Vorsorge- oder Veranlagungsberatung, Wohnbau oder Private Banking zur Verfügung.

Online-Abschluss
Für die Beratung müsse keine Software installiert werden. Unter Einsatz von "Co-Browsing" könnten beide Seiten gleichzeitig auf derselben Website surfen. "Alle Dokumente werden online unterschrieben und sind jederzeit abrufbar", heißt es in einer Aussendung.

Derzeit arbeiten laut den Angaben 50 Betreuer in dem Zentrum. Das Service gilt für die Kunden der Erste Bank (Wien, Niederösterreich und Burgenland). Viele der zur Gruppe gehörenden Sparkassen würden sich aber ebenfalls interessieren und hätten ähnliche Pläne für das kommende Jahr, sagte der Sprecher.

Termine lassen sich über das Online-Banking der Erste Bank und Sparkassen "George" oder über das 24h-Service vereinbaren. Gearbeitet wird in der Videoberatungsfiliale zu den üblichen Öffnungszeiten. Bei Bedarf werde man sich eine Ausweitung überlegen. (eml)