Immer mehr Deutsche haben Aktien oder Fonds im Depot. In einer Umfrage des Vergleichsportals Verivox gaben rund 47 Prozent der Teilnehmer an, dass sie derzeit Geld an der Börse investiert haben, berichtet die Nachrichtenagentur dpa. Zu Beginn der Corona-Krise im März 2020 waren es nur 30 Prozent. Laut der Agentur bestätigen auch andere Umfragen diesen Aufwärtstrend.

Das Gros der Anleger geht allerdings mit falschen Erwartungen ans Investieren heran. Der Umfrage zufolge schätzen gerade einmal rund 30 Prozent der Deutschen ihre Renditechance realistisch ein. Die jährliche Durchschnittsrendite eines langfristigen Dax-Investments liegt zwischen fünf und zehn Prozent. Fast 40 Prozent unterschätzen das Renditepotenzial von Aktien über 15 Jahre hinweg. Weitere 25 Prozent haben überhaupt keine Vorstellung davon, wie viel Ertrag ein Aktieninvestment abwerfen kann.

Dax-Erweiterung ist kaum bekannt
"Trotz des anhaltenden Börsenbooms verzichtet noch immer mehr als die Hälfte der Deutschen komplett auf die lukrative Geldanlage an der Börse – wohl auch, weil viele das Verhältnis von Chancen und Risiken nicht realistisch einschätzen", sagt Verivox-Geschäftsführer Oliver Maier. 

Es passt ins Bild, dass zahlreiche Anleger kaum über die aktuelle Erweiterung des Dax von 30 auf 40 Unternehmen Bescheid wissen. Kurz nach Bekanntgabe der Aufsteiger konnten drei Viertel der Befragten kein einziges der zehn neuen Dax-Mitglieder nennen. (fp)