Banken und Versicherer rücken wieder enger zusammen. Beide haben gute Gründe für die Partnersuche: Die Geldinstitute bekommen für die Vermittlung der Polizzen Provisionen, die sie angesichts der Niedrigzinsen gut gebrauchen können. Die Versicherer wiederum haben dadurch einen weiteren Vertriebsweg. Die Frankfurter Sparkasse probiert nun was ganz Neues: Sie testet den Vertrieb von Versicherungen über ihre Bankomaten.

Nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitungen" (FAZ) erhalten Kunden am institutseigenen Automaten den Tipp, sich doch bei Gelegenheit mal mit den Unfall-, Haftpflicht- und Rechtsschutzversicherungen des sparkasseneigenen Programms "S-Privatschutz" zu befassen. Der Geldautomat spricht das Thema aber nicht nur einfach mit einem Werbebanner an, sondern erlaubt es dem Kunden, mittels Tastendruck gleich einen Telefontermin mit einem Bank-Mitarbeiter zu vereinbaren.

Die eigentliche Beratung bleibt so in Menschenhand. "Unsere Kunden können deshalb auch nicht per Klick auf den Bildschirm die Versicherung abschließen", sagt eine Sparkassen-Sprecherin der FAZ.  Dem Automaten kommt aber die Aufgabe des Erstkontakts und der Erstansprache zu. Die Frankfurter Sparkasse ist dem Bericht zufolge kein Einzelfall. Andere Sparkassen in Deutschland experimentieren mit ähnlichen Ideen. Wenn sich der Test als Erfolg erweist, könne daraus ein veritabler Trend werden. (jb)