Die Deutsche Bank hat ihren Mitarbeitern in Deutschland mitgeteilt, dass sie etwas mehr Wärme in den Büros ertragen müssen, um zur Bewältigung der Energiekrise im Land beizutragen – und vielleicht auch, um die Finanzziele von Vorstandschef Christian Sewing zu erreichen. Das berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg". Demnach drosselt das Kreditinstitut die Klimaanlagen in allen Bürogebäuden sowie Filialen in Deutschland und steigert die Höchsttemperatur von 23 auf 25 Grad Celsius. In den Sanitärräumen wird es laut Mitteilung der Bank nur noch kaltes Wasser geben, der Springbrunnen vor dem Frankfurter Hauptsitz wird abgeschaltet.

Die Eindämmung des Energieverbrauchs zahle auch auf die Finanzziele der Deutschen Bank ein, schreibt "Bloomberg". Steigende Kosten seien zu einem der stärksten Belastungsfaktoren für Sewing geworden, der versuche, in diesem Jahr ein wichtiges Rentabilitätsziel zu erreichen.

Beleuchtung wird abgeschaltet
Die am Dienstag angekündigten Maßnahmen, zu denen auch die Entscheidung gehört, die Beleuchtung nachts auszuschalten oder zu reduzieren, werden nach Angaben der Bank fast fünf Millionen Kilowattstunden (kWh) Strom pro Jahr einsparen. Das entspreche dem Verbrauch von 1.600 Zwei-Personen-Haushalten.

Die Deutsche Bank kündigte an, dass in Abhängigkeit von den Entscheidungen der Bundesregierung auch Schritte zur Reduzierung des Gasverbrauchs folgen werden. Eine weitere Senkung des Energieverbrauchs der Deutschen Bank ergibt sich aus ihrem Vorhaben, Büroflächen zu reduzieren. Die Bank erklärte, dass sie zwischen 2021 und Ende 2024 in Frankfurt und dem benachbarten Eschborn 40 Prozent ihrer Flächen abgeben will. (Bloomberg/ohm)