Die Angestellten im Kreditsektor hatten besonders zu Beginn der Corona-Krise eine herausfordernde Zeit. Dementsprechend verlangten Personalvertreter im Vorjahr relativ rasch nach Ausbruch der Pandemie eine Zulage für die Bankangestellten. Tatsächlich haben etliche Banken ihre Mitarbeiter für den Einsatz belohnt, wie sich zeigt.

Nachdem die Regierung im Vorjahr verkündete, dass Corona-Zulagen bis zu 3.000 Euro pro Mitarbeiter steuerbefreit sind, hätten sich in innerbetrieblichen Verhandlungen etliche Banken zu Extrazahlungen bereit erklärt, zeigt sich Gewerkschafterin und Kollektivvertragsverhandlerin Helga Fichtinger zufrieden. Erste Banken hätten bereits im Frühjahr mit der Auszahlung von Zulagen begonnen.

Die Regelung
Für das Kalenderjahr 2020 können Zulagen und Bonuszahlungen, mit denen Mitarbeiter für die Covid-bedingt erschwerte Arbeit entschädigt werden, bis zu einem Betrag von 3.000 Euro steuerfrei geleistet werden. Per gesetzlicher Definition muss es sich klar um "zusätzliche" Zahlungen handeln. Es ist dabei nicht erforderlich, dass es sich um systemerhaltende Berufe handelt. Auch Prämien in Form von Gutscheinen sind möglich. So hat die Santander Consumer Bank soeben verkündet, dass sie ihren Mitarbeitern zwei zusätzliche Urlaubstage gewährt. (eml)