Kommende Woche werden die Corona-Regeln gelockert, die das gesellschaftliche Zusammenleben in Österreich stark einschränken. Die Covid-19-Öffnungsverordnung erlaubt wieder Zusammenkünfte in der Gastronomie, in Sportstätten und bei Events – allerdings nur unter der Voraussetzung einer "geringen epidemiologischen Gefahr". Selbige wird anhand der 3-G-Regel definiert: geimpft, getestet oder genesen. Alle drei Merkmale sind gleichgestellt, unterscheiden sich aber in der Gültigkeitsdauer.

Verschiedene Fristen
PCR-Tests sind etwa 72 Stunden ab Probenahme gültig, Antigen-Tests einer befugten Stelle 48 Stunden und Antigen-Selbsttests, die in einem behördlichen Datenverarbeitungssystem der Länder erfasst werden, 24 Stunden.

Eine ärztliche Bestätigung nach abgelaufener Sars-CoV-2-Infektion gilt für sechs Monate. Ein Nachweis über neutralisierende Antikörper muss hingegen alle drei Monate erneuert werden. Der Impfnachweis zählt ab dem 22. Tag nach der Erstimpfung für drei Monate. Nach einer Zweitimpfung verlängert sich die Gültigkeitsdauer des Nachweises auf neun Monate (bei Impfstoffen mit nur einer Dosis gelten die neun Monate ab dem 22. Tag).

Gleichzeitig bleibt das Zusammenleben von strengen Regeln begleitet. Darauf macht der Fachverband der Finanzdienstleister in der Wirtschaftskammer aufmerksam. Laut einer Aussendung sind in der Kundenberatung ab 19. Mai folgende Grundsätze zu beachten:

In Mehrpersonenbüros ohne Kundenkontakt gilt:
wenn möglich, Homeoffice
Mindestabstand von zwei Metern
MNS-Pflicht oder sonstige geeignete Schutzmaßnahmen

Bei Kundenkontakt gilt zusätzlich:
FFP2-Maskenpflicht oder
MNS-Pflicht und Nachweis einer "geringen epidemiologischen Gefahr" (genesen/geimpft/getestet) 

Für Kunden gilt beim Betreten des Kundenbereichs von Betriebsstätten:
Mindestabstand von 2 Metern
FFP2-Maskenpflicht 
Die Dienstleistung darf nur gegenüber so vielen Personen erbracht werden, als zur Erbringung der Dienstleistung erforderlich sind (hier gilt keine m2-Regelung!). 

Bei Treffen mit Kunden außerhalb der Betriebsstätte empfiehlt der Fachverband, die Regeln für "Zusammenkünfte" zu beachten:
in geschlossenen Räumen: Max. 4 Personen aus unterschiedlichen Haushalten zuzüglich max. 6 Minderjährigen 
im Freien: Max. 10 Personen aus unterschiedlichen Haushalten zuzüglich max. 10 Minderjähriger
nur zwischen 05:00 und 22:00 Uhr zulässig

Für Betriebsstätten mit mehr als 51 Arbeitnehmern gilt:
Bestellung eines COVID-19-Beauftragten und
Erstellung eines COVID-19-Präventionskonzepts (eml)


Service: Die neue COVID-19 Öffnungsverordnung ist ab 19.5.2021 in Kraft und gilt bis 30.6.2021. Download Bundesgesetzblatt. Leitfaden mit den häufigsten Fragen zur neuen Öffnungsverordnung auf der Homepage des Sozialministeriums.