Für österreichische Kryptoasset-Plattformen wie Bitpanda oder Coinfinity gibt es Konkurrenz. Wie die Gruppe Börse Stuttgart mitteilt, will sie ihre Bison-App spätestens Ende des zweiten Quartals 2021 auch in Österreich vermarkten. Viel ändern wird sich abseits des aktiven Marketings nicht. Denn EU-Bürger können die App bereits jetzt herunterladen und damit Bitcoins und andere Kryptoassets kaufen.

Im Zuge des Markteintritts würde die App jedoch um rechtliche und regulatorische Anforderungen in Österreich angepasst, sagte ein Sprecher gegenüber FONDS professionell ONLINE. Ein Beispiel wären zusätzliche Fragen an die Nutzer im Onboarding-Prozess, etwa zum Einkommen. Zahlen zu den bisherigen Österreich-Kunden gibt das Unternehmen nicht bekannt.

Hohes Wachstum, teure Plattform
Bison verzeichnete laut einer Aussendung zuletzt hohes Wachstum: Seit Jahresbeginn 2021 ist die Zahl der aktiven Nutzer um rund 83 Prozent auf rund 400.000 gestiegen. Der Handel über die Plattform gilt jedoch als sehr teuer. Das Unternehmen, das ansonsten keine Gebühren verlangt, verdient ordentlich an der Spanne zwischen den An- und Verkaufspreisen: Dieser Spread liegt laut Homepage bei 0,75 Prozent für alle Volumina. Bei Bitpanda findet man beispielsweise für kleinere Bitcoineinheiten Spreads von 0,1 bis 0,15 Prozent.

Bison-Nutzer können derzeit Bitcoin, Ethereum, Litecoin, Bitcoin Cash und Ripple (XRP) handeln. Handelspartner für den Nutzer ist der deutsche Finanzdienstleister Euwax AG, eine Tochtergesellschaft der Boerse Stuttgart GmbH. Die Nutzer kaufen Kryptowährungen also von der Euwax und verkaufen an sie. Die Verwahrung der Kryptoassets übernimmt treuhändisch die blocknox GmbH, eine Tochter der Boerse Stuttgart Digital Ventures GmbH. (eml)