Bankgehälter: Comeback der variablen Vergütung
Österreichs Banken setzen verstärkt auf flexible Arbeitsmodelle und Zusatzleistungen. Gleichzeitig erlebt die variable Vergütung ein überraschendes Comeback.
Flexible Arbeitszeiten sind in der österreichischen Bankenwelt längst etabliert. Das zeigen aktuelle Daten des Consultingunternehmens Deloitte, das seit den 1990er Jahren die Gehaltsentwicklung in Österreichs Banken analysiert.
Demnach nutzen derzeit rund zwei Drittel der Mitarbeiter aktiv flexible Arbeitszeitmodelle. Besonders verbreitet ist der Zeitausgleich: Bei 97 Prozent der Banken können ganze Gleitzeittage konsumiert werden.
Auch beim Wiedereinstieg nach der Karenz setzen viele Institute auf strukturierte Maßnahmen. 88 Prozent der Banken bieten ein aktives Karenzmanagement mit frühzeitiger Planung, Homeoffice-Möglichkeiten sowie individuellen Teilzeitmodellen an.
Bonuszahlungen legen wieder zu
Ein klarer Trend zeigt sich bei der variablen Vergütung: So ist der Anteil der Mitarbeiter, die Boni erhalten, deutlich gestiegen – von 57 Prozent im Jahr 2023 auf 75 Prozent laut Studie 2025. Damit kehrt sich der rückläufige Trend der vergangenen Jahre um.
Die Höhe der variablen Vergütung entwickelt sich jedoch weniger dynamisch. Laut Deloitte stagniert sie derzeit oder geht sogar leicht zurück.
Zusatzleistungen bleiben stabil
Neben klassischen Gehaltsbestandteilen spielen Zusatzleistungen weiterhin eine wichtige Rolle. Rund 70 Prozent der Banken berichten von einem konstanten Angebot, während knapp ein Viertel eine Ausweitung festgestellt hat.
Zu den häufigsten Benefits zählen Jobräder, Essenszuschüsse und Einkaufsvergünstigungen. Diese ergänzen das Gehaltssystem und tragen zur Attraktivität der Arbeitgeber bei. (gp)















