Im vergangenen Jahr haben rund 70 Prozent der aktiven Fondsmanager mit Fokus auf deutsche Aktien den Markt nicht übertreffen können. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Barometerbauers S&P Dow Jones Indices. Auf drei Jahre gesehen lagen sogar 95, über fünf Jahre zwar 88 Prozent, über zehn Jahre aber wieder 95 Prozent der Fondslenker unter dem Ergebnis des Vergleichsmaßstabs.

"Das Jahr 2025 bot für aktive Aktienmanager in Deutschland ein gemischtes Umfeld", erläutert Tim Edwards, globaler Leiter Index-Investment-Strategie bei S&P Dow Jones Indices. "Zwar boten die Marktbedingungen, darunter eine höhere Streuung sowie eine Sektorrotation, Chancen für die Titelauswahl. Doch die Mehrheit der Fonds blieb hinter der Benchmark zurück."

Hürden für aktive Manager
Das Haus gleicht in der Studie S&P Indices Versus Active (SPIVA) Europe seit nunmehr zwölf Jahren das Abschneiden aktiver Manager mit den hauseigenen Barometern ab. So ziehen die Analysten für deutsche Aktien den S&P Germany BMI heran und nicht Messlatten wie den Dax. Auch für andere europäische Länder und Aktienfondskategorien schneiden aktive Manager in der Auswertung schwach ab. Lediglich die Lenker von Anleihefonds fahren etwas bessere Ergebnisse ein.

"Unsere SPIVA Europe Scorecard verdeutlicht eine anhaltende Herausforderung: Selbst in Jahren, in denen die Chancen günstig scheinen, bleibt es schwierig, diese in eine beständige Outperformance umzusetzen", führt Edwards aus. "Über längere Zeiträume steigen die Underperformance-Quoten weiter an, was zeigt, welchen Hürden aktive Manager gegenüberstehen." (ert)