Zu hohe Kosten: UBS löst Vertrag mit Blackrock-Plattform Aladdin
Die Schweizer Großbank UBS hat einen Vertrag mit der Technologieplattform Aladdin von Blackrock gekündigt, den die Credit Suisse 2019 abgeschlossen hatte. Im Zuge der Übernahme war er auf die UBS übergegangen. Nun verlagert die Bank Hunderte von Credit-Suisse-Fonds auf ihre eigenen Systeme.
Die UBS hat einen millionenschweren Vertrag mit der Technologieplattform Aladdin von Blackrock beendet, der ihr im Zuge der Übernahme der Credit Suisse zugefallen war. Dies berichtet die Nachrichtenagentur "Bloomberg". Der Schritt sei Teil der laufenden Integration der ehemaligen Rivalin in die Vermögensverwaltung der Schweizer Großbank.
Wie "Bloomberg" aus informierten Kreisen erfahren hat, hatte die UBS den Vertrag bereits früher in diesem Jahr gekündigt. Seitdem verlagert die Bank zentrale Teile – darunter Hunderte von Credit-Suisse-Fonds – auf ihre eigenen Systeme. Der Umzug soll bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Führungskräfte der Zürcher Bank sagten der Nachrichtenagentur, die Abschaltung externer IT-Systeme und der zugehörigen Infrastruktur sei entscheidend, um die Wertschöpfungspotenziale aus der Credit-Suisse-Übernahme zu realisieren.
Rückläufige Erträge
Der Aladdin-Vertrag war 2019 von der Credit Suisse abgeschlossen worden. Die daraus erzielten Umsätze beliefen sich "Bloomberg" zufolge seither auf 50 bis 100 Millionen Schweizer Franken (54 bis 107 Millionen Euro). Die Vermögensverwaltungssparte der UBS leidet unter rückläufigen Erträgen infolge sinkender Managementgebühren und versucht, durch Kostensenkungen wie Stellenabbau gegenzusteuern. (Bloomberg/am)















