Im Jahr 2020 ist der elitäre Klub jener deutschen Banker, die jährlich mehr als eine Million Euro Vergütung einstreichen dürfen, auf 543 Mitglieder gewachsen – verglichen mit 492 im Jahr 2019 und 450 im Jahr 2018. Die durchschnittliche Gesamtvergütung in dieser Gruppe lag 2020 bei knapp 1,7 Millionen Euro, während das Verhältnis von variabler Vergütung zu Festgehalt rund 73 Prozent betrug. Das geht aus Daten hervor, die die Bankenaufsichtsbehörde EBA veröffentlicht hat.

Deutsche Banker sind europaweit die Großverdiener
In keinem anderen Land der Europäischen Union wurde eine höhere Anzahl an Millionenverdienern festgestellt. Insgesamt kamen 40 Prozent der Vielverdiener in der EU aus Deutschland. Auf dem zweiten Platz folgte Frankreich mit deutlichem Abstand und nur 228 Personen. In den 27 EU-Staaten insgesamt sank die Zahl der Millionenverdiener um 4,2 Prozent. Wurden im Jahr 2019 noch 1.444 gezählt, so waren es 2020 nur noch 1.383. Laut EBA stand dahinter eine Reduzierung variabler Vergütungen für bestimmte Mitarbeiter im Zusammenhang mit der Pandemie.

Zu den Banken in Deutschland, die Millionenvergütungen zahlen, zählt unter anderem die DZ Bank. Sie wies vor wenigen Tagen in einem Bericht mindestens zwölf Mitarbeiter aus, die in die Gruppe der Vielverdiener fallen. (mb/Bloomberg)