Wie erwartet hat die Wienwert-Mutter WW Holding AG am Donnerstag die Insolvenz beantragt. Ein dementsprechender Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens (Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung) wurde beim zuständigen Insolvenzgericht, dem Handelsgericht Wien, eingebracht, wie das Unternehmen in einer Aussendung mitteilte.

Die WW Holding AG strebe ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung an. "Es wird erwartet, dass in dessen Rahmen die Beteiligung von WW Holding AG an Wienwert AG verkauft werden wird", erklärt das Unternehmen weiter. Den Gläubigern wird eine Quote von 20 Prozent binnen zwei Jahren angeboten.

Vom Insolvenzverfahren der WW Holding AG werden rund 900 Anleger betroffen sein. Aktuell hat die WW Holding AG noch sechzehn Unternehmensanleihen mit rund 35 Millionen Euro ausstehend. 

Doch keine Rettung aus Deutschland
Erst kürzlich stellte Stefan Prochaska, Anwalt der Wienwert-Gründer Nikos Bakirzoglu und Wolfgang Sedelmayer, gegenüber dem Nachrichtenmagazin "profil" in Aussicht, dass ein deutscher Investor bereit sei, die Sanierung zu finanzieren. Dieser hätte der Gesellschaft zunächst acht Millionen Euro zur Verfügung stellen sollen. Somit wären die nächsten fälligen Anleihen bedienbar gewesen. Die Tochtergesellschaft der Wienwert AG hätte eine Finanzspritze von fünf Millionen Euro erhalten sollen. Aus dem angekündigten Deal dürfte nun wohl doch nichts geworden sein.  (gp)