Mit dem Raiffeisenverband Salzburg dürfte eine weitere österreichische Raiffeisenlandesbank vom Wirecard-Skandal betroffen sein. Dies berichtet die Finanznachrichtenagentur "Bloomberg" unter Berufung auf Unterlagen des Deutschen Bundestags. Aus den Unterlagen geht demnach hervor, dass der ehemalige Zahlungsdienstleister 20 Millionen Euro an Ausständen bei den Salzburgern habe. 

In den Akten des Wirecard-Untersuchungsausschusses findet sich laut Bloomberg ein Schreiben des Raiffeisenverband Salzburg an die Wirecard Sales International Holding GmbH vom 3. Juli 2020, in dem ein an die Wirecard AG vergebener Kredit in Höhe von 20 Millionen Euro zurückgefordert wird. Die Wirecard AG war zu diesem Zeitpunkt bereits insolvent.

Ein Sprecher des Raiffeisenverbands Salzburg wollte gegenüber der Nachrichtenagentur die Informationen unter Verweis auf das Bankgeheimnis und das noch nicht abgeschlossene Insolvenzverfahren nicht kommentieren. (fp/Bloomberg)