Die Wiener Börse AG hat 80 Prozent an der Hamburger Firmendaten-Suchmaschine North Data GmbH erworben. Damit baut sich die Börse ein Standbein als Anbieter von außerbörslichen Daten auf.  

"Mit dieser Investition stellt sich die Wiener Börse strategisch breiter auf und diversifiziert ihre Einnahmequellen entlang ihrer Kerngeschäftsbereiche", teilt Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse AG, in einer Aussendung mit.

Öffentliche Quellen
North Data zieht aus öffentlichen Quellen Daten und visualisiert diese, was den Nutzern rasch Überblick über Unternehmen, Führungspersonen und Verflechtungen verschafft. Laut den Angaben greift das Unternehmen derzeit auf 160 Register, Firmenbücher und EU-Datenbanken zu rund 100 Millionen privaten Unternehmen in 26 europäischen Ländern zurück.

Der Datenverkauf ist bereits jetzt ein wesentlicher Ertragsbringer für die Börse. Vor allem geht es um Kurs-, Index-, Referenz- und Corporate-Action-Daten. Mit der North-Data-Mehrheitsübernahme reagiert Wien wohl auch auf die Tatsache, dass außerbörsliche Unternehmensfinanzierungen immer wichtiger werden, während über das öffentliche Parkett immer seltener Börsengänge oder Kapitalmaßnahmen stattfinden. Die Börse Wien baut damit nun ein Standbein auf für einen Bereich, bei dem man sonst außen vor bleibt.

Frank Felix Debatin, Gründer und CEO von North Data, erklärte in der Aussendung, man wolle mit der Börse Wien die Plattform weiter ausbauen und stärken. (eml)