20 ist eine beliebte Zahl am österreichischen Kapitalmarkt. Der Leitindex ATX umfasst so viele Werte. Und seit neuestem auch ein Kryptoasset-Index, den die Börse über ihr System zur Verfügung stellt.

Der Limeyard Crypto Asset Index (kurz: Lycai) geht aus einem Joint Venture hervor, das die Börse Anfang des Jahres mit dem schweizer Indexanbieter Limeyard einging. Der Lycai wird sowohl in US-Dollar berechnet (Bloomberg-Code: "LYCAI2UP Index") als auch in Bitcoin ("LYCAI2BP Index"). Er besteht aus den Top 20 Krypto-Währungen beziehungsweise Token und wird "in Echtzeit von der Wiener Börse verteilt". Die Zusammensetzung werde monatlich angepasst, verlautet die Börse. Ein unabhängiges Komitee stelle sicher, dass der Index den Anforderungen der Investoren entspricht. Der Index berücksichtige die Bedenken von Regulatoren, die Krypto-ETFs abgelehnt hatten, weil zugrundeliegende Indizes zu einfach gestrickt waren, so Limeyard-Gründer Patrick Valovic.

Datenlieferant für den Lycai ist das schweizer Blockchain-Unternehmen Decentriq. Rechtlich gehört der Index Limeyard.

Tron, Nem, Stellar und Co
Bitcoin und Ethereum machen gemäß einer Aussendung von Decentriq und Limeyard rund 50 Prozent des Index-Universums aus. Danach folgen Ripple, Bitcoin Cash, Eos, Litecoin und Namen wie Cardano, Stellar, Tron, Neo, Iota, Nem, so wie weitere acht Währungen, die je einen Anteil von unter einem Prozent haben.

Rolle der Wiener Börse sei es auch, neue Entwicklungen aufzugreifen, so Christoph Boschan, CEO der Wiener Börse AG und ihrer Holding CEESEG AG. "Eine unserer Stärken ist der hohe Vernetzungsgrad innerhalb Europas. Dieses etablierte Netzwerk möchten wir auch mit Innovationen unseres Joint-Venture-Partners Limeyard versorgen", so Boschan. (eml)