Die Schwierigkeiten bei der Autobank gehen auch im neuen Jahr weiter. Im November und Dezember war der Einstieg zweier Investoren geplatzt. Die Finanzmarktaufsicht (FMA) verpflichtete die Bank darauf hin zu einer Kapitalerhöhung, die heuer umzusetzen ist. Inzwischen sind offenbar unterschiedliche Ansichten über den Aufsichtsrat entbrannt.

Die FMA will per Bescheid vom 30. Dezember, dass der ehemalige Aufsichtsratsvorsitzende Eduard Unzeitig innerhalb von acht Wochen komplett aus dem Aufsichtsrat ausscheidet. Die Autobank will das nun prüfen. Unzeitig war in der Aufsichtsratssitzung am 18. Dezember 2020 nämlich bereits als Vorsitzender zurückgetreten – er wechselte in das Amt des Stellvertreters. Neuer Leiter wurde Frank Nörenberg, der laut Bankangaben langjähriges Mitglied im Gremium ist. Anwesend war bei der Entscheidung auch die vorläufige Verwalterin, die die FMA der Bank im August 2020 zur Seite gestellt hatte. Sie ist in wesentliche Entscheidungen eingebunden.

Veränderungen im Aufsichtsrat seien der FMA binnen zwei Wochen zur Kenntnis zu bringen. Diese Frist ende am 4. Jänner 2021 und werde von Seiten der Autobank eingehalten, heißt es dort. Anderslautende Anschuldigungen, dass man die Frist versäumt hätte, oder man Mitteilungspflichten gegenüber der FMA nicht eingehalten hätte, weist die Bank nun in einer Aussendung zurück. Der neue Bescheid der Aufsicht vom 30. Dezember habe mit der Informationspflicht bezüglich des neuen AR-Vorsitzenden nichts zu tun. Der Fokus des Unternehmens liege bei der Aufstockung des Kernkapitals. (eml)