Die Fondstochter der US-Großbank Wells Fargo baut ihre Präsenz auf dem europäischen Festland aus. Die bestehende Lizenz hat die Luxemburger Finanzaufsicht CSSF nun entsprechend erweitert, teilte Wells Fargo AM (WFAM) mit. Die Amerikaner wollen bestehende Zweigstellen der Bankmutter in Frankfurt und Paris erweitern und dort für institutionelle Anleger Vermögensverwaltungs- und Beratungsdienste anbieten.

Mitarbeiter aus dem Vertrieb und der Vertriebsunterstützung sollen offenbar von der britischen Gesellschaft zu dem neu gegründeten Luxemburger Unternehmen wechseln. Ob und wie viele Mitarbeiter auch auf den Kontinent übersiedeln und welche Köpfe von Frankfurt aus arbeiten sollen, wollte das Haus auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE noch nicht mitteilen.

Kleine Veränderung
"Indem wir die Kompetenzen von Wells Fargo Asset Management in Luxemburg stärken und mit dem Aufbau der speziellen Zweigstellen für Vermögensverwaltung in Frankfurt und Paris sind wir gut positioniert, um die Beziehungen zu unserer europäischen Kundenbasis ebenso wie zu Anlegern mit Sitz in anderen internationalen Märkten zu vertiefen", sagte Deirdre Flood, Leiterin des internationalen Vertriebs der Fondsgesellschaft, der Mitteilung zufolge.  

Vor dem Hintergrund der herrschenden Unsicherheit um den Brexit werde diese kleine, aber bedeutende Veränderung an der aktuellen Struktur ununterbrochenen Service für alle bestehenden Kunden in der Europäischen Union sicherstellen und zugleich die zukünftige Entwicklung von WFAM in diesem Schlüsselmarkt unterstützen, ergänzte Flood.

Fondsmanager bleiben in London
Die in London angesiedelten Portfoliomanager sollen aber weiterhin von der Themse aus arbeiten. Wells Fargo AM hat hier das Team für europäische Unternehmensbonds sowie das globale Anleihenteam stationiert. Von London aus will die Fondsgesellschaft zudem weiterhin ihre britischen und internationalen Kunden betreuen.

Zahlreiche internationale Asset Manager bedienen den europäischen Markt von London aus. Mit dem anstehenden Brexit bauen diese jedoch verstärkt ihre Präsenz auf dem Kontinent aus. So baute etwa der australische Anbieter First State eine Niederlassung in Dublin auf, eröffnete jüngst dort ein Büro und überträgt Fonds nach Irland. (ert)