Anhaltende Diskussionen und Unsicherheiten rund um den Brexit haben den Online-Broker GKFX dazu veranlasst, sein Privatkundengeschäft aus London abzuziehen. "Unabhängig davon, wie die Brexit-Debatten  am Ende ausgehen, denken wir, dass es in diesem Umfeld zu Einschränkungen für Trader kommen kann", begründet Arkadius Materla, Länderchef für Österreich und Deutschland bei GKFX, den Entschluss des Brokers. Lediglich das institutioonelle Business bleibt weiterhin in Großbritannien stationiert.

Sämtliche Dienstleistungen, die Trader bisher über GKFX UK in Anspruch genommen haben, stehen künftig unter der Handelsmarke GKFX Europe zur Verfügung. Aufgrund des Datenschutzes ist es notwendig, dass Kunden einen Kontowechsel von GKFX UK zu GKFX Europe vollziehen. Dabei fallen keinerlei Gebühren an, auch eine Mindesteinlage ist nicht nötig. Bei GKFX UK offene Positionen und Kontoguthaben werden bei einem Wechsel binnen kurzer Zeit übertragen.

Ausführender Broker der Handelsmarke GKFX Europe ist AKFX Financial Services in Malta, den GKFX schon vor einigen Jahren gekauft hat und der durch die staatliche Aufsichtsbehörde MFSA reguliert ist. Damit unterliegt GKFX Europe sämtlichen europäischen Vorgaben – auch der DSGVO. Zusätzlich zum Compensation Scheme der neuen Regulierungsbehörde plant GKFX eine weitere Absicherung seiner Kunden. "All unsere angebotenen Finanzprodukte, Videos, Livestreams und beliebten Webinar-Reihen bleiben bestehen und werden wie immer zu den gewohnten Terminen veröffentlicht. Am Umfang der Services ändert sich für Trader durch den Standortwechsel gar nichts", betont Materla. Wer vorerst nicht zu GKFX Europe wechseln möchte oder einfach nichts unternimmt, erhält sein Guthaben in jedem Fall automatisch ausbezahlt. Denn offene Positionen und Konten, die nach der Schließung (voraussichtlich am 31. Mai) bei GKFX UK verblieben sind, werden geschlossen und die jeweilige Kontoeinlage liquidiert

Die deutsche Niederlassung von GKFX UK soll zu GKFX Europe wechseln. GKFX Europe (AKFX) ist bereits bei der Bafin als grenzüberschreitender Dienstleister (FDI) registriert. "Kunden aus dem deutschsprachigen Raum werden weiterhin vom selben Team wie bisher betreut", verspricht Materla. Bei GKFX gab es durchaus Überlegungen, Frankfurt als neuen Hauptstandort für GKFX Europe auszuwählen. "Das hätte allerdings Nachteile für unsere Kunden mit sich gebracht, weil unter anderem die Abgeltungsteuer auf Gewinne direkt vom Broker abzuführen wäre", berichtet Materla, warum man sich letztlich dagegen entschied. Mit der nun getroffenen Regelung wird die Abgeltungssteuer künftig, wie bisher, einmal im Jahr von jedem Kunden im Rahmen seiner Steuererklärung in Eigenregie abgeführt. (mb)