Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums seines operativen Starts in Deutschland und des zehnjährigen Bestehens der Bank Vontobel Europe mit Sitz in München hat das Schweizer Bankhaus vor Kurzem signalisiert, dass Deutschland als ein wichtiger Fokusmarkt und gleichzeitiges Tor zum gesamten europäischen Markt in Zukunft ausgebaut werden soll. Während es in der früheren Erfolgssparte der Schweizer Bank, dem Bereich strukturierte Produkte, in jüngster Zeit regelrecht kriselt, verzeichnen die Eidgenossen in ihren beiden anderen Standbeinen, dem Wealth sowie dem Asset Management, erfreuliche Zuwächse.

Wie es konkret um die Fondssparte der Schweizer bestellt ist, wollte die Redaktion wissen und hat Axel Schwarzer, CEO von Vontobel Asset Management, in der Zürcher Zentrale besucht. Seine Gesellschaft sei in den vergangenen fünf Jahren erfreulich gewachsen, so Schwarzer, und zwar nicht nur organisch, sondern auch durch entsprechende Zukäufe, die zum Teil sehr stark zu diesem Wachstum beigetragen haben. Entsprechend hätten die Assets under Management in dieser Zeit mehr als zufriedenstellend gesteigert werden können. Der Zuwachs habe über diesen Zeitraum gut 30 Prozent betragen, sodass das Unternehmen heute ein Gesamtvolumen von knapp 130 Milliarden Schweizer Franken (rund 120 Mrd. Euro) verwalte.

In einer besonderen Verantwortung sieht Schwarzer das eigene Unternehmen und die Branche in Bezug auf das Thema Nachhaltigkeit. Eine hauseigene Studie unter rund 4.600 Verbrauchern aus 14 Ländern habe ergeben, dass beim nachhaltigen Investieren noch eine Wissenslücke klaffe, weil viele Anleger nicht über die nötigen Informationen verfügen, um ihr Erspartes nachhaltig anzulegen, obwohl ein höheres Umweltbewusstsein ihr Konsumverhalten bereits stark beeinflusse. (hh)


Das gesamte Interview mit Axel Schwarzer finden Sie ab Seite 212 in der aktuellen Heftausgabe 03/2019 von FONDS professionell, die in diesen Tagen die Leser erreicht, oder hier im E-Magazin.